Ein Frühlingserlebnis für Gesundheit und Genuss
Die Bärlauch-Saison ist endlich da! Zwischen März und Mai können wir uns über das aromatische Kraut freuen, das in vielen Gärten, Wäldern und auf Wiesen wächst. Der Geruch von frischem Bärlauch ist unverkennbar – ein bisschen wie Knoblauch, aber milder. Wenn du das Glück hast, Bärlauch zu finden, solltest du ihn unbedingt sammeln oder in deinem Supermarkt kaufen.
Aber Achtung bei Selberpflügen!
Eine der häufigsten Verwechslungen tritt mit der Maiglöckchen-Pflanze auf. Sowohl Bärlauch als auch Maiglöckchen wachsen in ähnlichen Lebensräumen und haben sogar ähnliche Blätter – sie sind beide länglich und glänzend. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Geruchswahrnehmung: Bärlauch verströmt einen intensiven Knoblauchduft, während Maiglöckchen geruchlos sind. Das ist ein wichtiger Hinweis! Das Einatmen von Maiglöckchen kann gesundheitsschädlich sein, da alle Teile der Pflanze giftig sind. Auch an den Blüten und Blättern kann man einen unterschied erkennen. Die Blätter des Bärlauches sind matt, während die Oberfläche der Maiglöckenblätter glänzen. Die Blüten des Maiglöckchens, wie der Name schon verrät, sind glockenförmig. Bei dem Bärlauch kommen sie sternenförmig und einzelblättrig daher.
Kücheneinsatz
Bärlauch ist in der heimischen Küche vielseitisch einsetzbar. Du kannst ihn roh in Salate geben, ihn zu Pestos verarbeiten oder ihn einfach in Suppen und Saucen einarbeiten.
Ein einfaches Bärlauchpesto ist zum Beispiel im Nu zubereitet: frischer Bärlauch mit Olivenöl, Parmesan, Pinienkernen und einer Prise Salz pürrieren. Auch in Quiches, Tarts und Omeletts macht sich Bärlauch hervorragend.
Gesundheitswert
Bärlauch ist nicht nur ein leckerer Frühlingsbote, sondern auch ein kleines Gesundheitswunder! Reich an Vitaminen wie A und C sowie Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium, stärkt das Kraut das Immunsystem und fördert die Verdauung. Außerdem enthält er Schwefelverbindungen, die antibakteriell wirken und das Herz-Kreislauf-System unterstützen können.
Das Rezept
- Bärlauchbrot -

Zutaten:
50 g frischer Bärlauch
180 g lauwarmes Wasser
10 g frische Hefe
180 g Naturjoghurt
550 g Dinkelmehl (Typ 630)
1 Teelöffel Salz
1/2 TL Kurkuma
Zubereitung:
1. Die Hefe in lauwarmes Wasser auflösen.
2. Bärlauch gut waschen, trockentupfen und mit einem Messer fein hacken.
3. Das Mehl mit dem Salz und dem Kurkuma vermengen und die restlichen Zutaten (Hefewasser, Joghurt, Bärlauch) mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten.
4. Den Brotteig gut 2 Stunden abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.
5. Anschließend den Teig zu einem Brotlaib formen und die Oberfläche mit Wasser einstreichen.
6. Das Brot im kalten Ofen stellen und den Ofen auf 220 Grad (Ober-7Unterhitze) für 60 Minuten backen.


Tipp:
Passend dazu ein schneller Bärlauchdip mit frischen Bärlauchpesto (siehe Herstellung oben) und Frischkäse.